Sorgen des Vereins

Sicherheitsrichtlinie für Traditionsschiffe

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur stellt uns – wie alle Traditionsschiffe – mit der „Verordnung zur Änderung der schiffssicherheitsrechtlichen Vorschriften über Bau und Ausrüstung von Traditionsschiffen und anderen Schiffen, die nicht internationalen Schiffssicherheitsregeln unterliegen“, kurz SiRi, vor existentielle große Herausforderungen. Wenn wir es schaffen sollten, die Vorgaben der Verordnung umzusetzen, wird der ursprüngliche Charakter unseres Schiffs verändert sein. Schwerwiegend sind die finanziellen und organisatorischen Belastungen, die die umfangreichen Umbauten und Investitionen mit sich bringen. Alle in unserem gemeinnützigen Verein arbeiten ehrenamtlich, d.h. nebenberuflich und ohne Gewinnabsicht. Die Belastungen durch die neue Verordnung führen dazu, dass wir nur noch von Saison zu Saison planen und bangen, ob wir die Vereinsarbeit überhaupt noch fortsetzen können.

Elbvertiefung

Durch den schweren Eingriff in die Unterelbe verändern sich die Strömungen und Fließgeschwindigkeiten des Wassers. Kleine Häfen drohen zu verschlicken. So ist z.B. die Neufelder Rinne für die ANNA-LISA nicht mehr erreichbar. Auch die Medemrinne, unser bevorzugtes Segelgebiet in der Elbe, ist und bleibt wohl zukünftig gesperrt. An anderen Stellen nimmt die Strömungsgeschwindigkeit rasant zu. Daher rechnen wir damit, dass wir aufgrund der erwarteten höheren Fließgeschwindigkeit z.B. den Hafen von Cuxhaven nicht mehr ansteuern können. Die Auswirkungen der Fahrrinnenvertiefung auf das Ökosystem Niederelbe und auf den Flutschutz der anliegenden Gemeinden beobachten wir mit Sorge.

22.-24.11.2019 Vereins-Wochenende in Balje
Mitgliederversammlung, Wahlen und Zukunftsplanung 2020