Törnberichte und Meer

web_orga_178_2522

Dieters Törn nach Nordfriesland Juni 2018

Hallo Binis,
Wir sind in Nordfriesland!
Als ich am Donnerstag Abend in Wischhafen auf dem Schiff angekommen bin, hatte ich schon Zweifel, dass wir es schaffen, alles zum Auslaufen klar zu kriegen. Es sah ziemlich eng aus, die Gaffel war nicht dran und es war nur noch ein Tag übrig.
Thorsten hat noch ordentlich viel gestrichen, man hat auch gesehen, dass davor viele Feinarbeiten von Tine und Sascha gemacht worden sind.
Am Freitag Nachmittag kamen die ersten vier Teilnehmer, zeitgleich mit der Gaffel.
Am Samstag sind wir gestartet, morgens um 5 rüber Richtung Glückstadt. Vor Anker hinter der Rihnplate, weil Mattjestage waren. Drei weitere Teilnehmer haben wir mit dem Beiboot abgeholt.
Von Glückstadt aus ins Osteriff, da haben wir meinen Geburtstag gefeiert. Das hat mir super gefallen. Sonntag nach Cuxhaven, da haben wir die letzten zwei Teilnehmer aufgelesen. Dann war der Tag später trotzdem Hinüber, wir haben das Spiel gegen México am Weltempfänger mitgehört 🙁
Die Nacht über haben wir bei Gelbsand gelegen und den Robbenbabys beim Heulen zugehört. Das war schon was Besonderes!
Montag an morgen um 5 haben wir uns Richtung Helgoland aufgemacht, angesagt war SSO 4. Genau richtig! Nach zwei Stunden gab es die ersten Ausfälle bei der Besatzung, das mit den 4 Windstärken stimmte auch nicht, war eher 5-6. Und die Wellenhöhe war auch sehr defensiv vorausgesagt.
Wir haben Helgoland aufgegeben und sind direkt nach Norden abgebogen. Das gab erheblich weniger Ausfälle, war aber insgesamt sehr anstrengend. 12 Stunden unterwegs, dann waren wir auf Pellworm. Original-Ton Anne (die schon jahrelang mitfährt): Ist doch egal, was Ihr plant, wir kommen ja doch nach Pellworm.

Jetzt liegen wir vor Gröde, die Sonne scheint, die Möwen brüllen.
Alles ist gut!
Liebe Grüße
Dieter

Hallo Binis,
Meine letzte Schiffsmeldung endete mit: wir liegen in der Sonne bei Gröde.
Am Standort hat sich die nächsten vier Tage wenig geändert, aber das mit der Sonne war dann nicht mehr. Statt dessen NW 6-7, in Böen bis 9. Wir haben in flaches Wasser verholt und abgewartet. Eigentlich wollten wir am Samstag zurück in Süderhafen sein, das wurde aber nichts. Wir sind am Samstag morgen los von Gröde und waren abends vor Süderhafen. Der Wind war bei 6 aus West. Wir hatten Fock und Besan gerefft, die Überfahrt war dann gut zu machen. Am Sonntag morgen sind wir dann in Süderhafen eingelaufen. Wie immer wurden wir gastlich aufgenommen, der Watt‘n Grill ist schon Klasse! Wir kriegen Strom und Wasser von denen und werden unseren Müll los.
Heute haben wir das Echolot überprüfen lassen. Es ist halt alt und gebrechlich. Wir haben ein neues bestellt, der Geber sollte passen. Bauen wir ein.
Die rechte Niedergangstür wurde von einer Bö erlegt, sieht gebrochen aus. Wir leimen sie.

Jetzt zum Schluss das Ergebnis der Liegetage hinter Gröde. Irgendwas muss man ja machen, z.B. Kochen und Essen. Die Stimmung war trotz Sturm und Regen die ganze Zeit entspannt, was auch an der exquisiten Küche lag:

Rezepte, wenn man den vierten Tag hinter Gröde liegt und wartet, dass der Nordost auf 6 abflaut findet Ihr im ANNA-LISA-Kochbuch.

Es ist der 22.06.2018, es ist mollig warm, der Ofen bullert fröhlich vor sich hin.

ANNA-LISA Jugendtour Juli 2018

Die 14 Jugendlichen der diesjährigen Sommertour bestanden aus Mitgliedern der eigenen Jugendgruppe, Wiederholungstätern der letzten Fahrt und einem Praktikanten von der WILHELMINE Crew.

Nach abendlicher Sicherheitseinweisung, Creweinteilung und Klärung der Backschaft ging es gegen 5.00 morgens von Husum ab in die nordfriesische Inselwelt. Wir haben die großen Strände Amrums abgefeiert, wie auch die Abgeschiedenheit der Halligen Gröde-Appelland und Oland genossen. Es gab Meeresleuchten, viele Schweinswalsichtungen, Krabbenfangen im Priel nach Trockenfallen, Streichelschafe auf Gröde, Robbenbänke in unmittelbarer Nähe und Sonne, Sonne, Sonne.

Auch wurde viel gebastelt. Der verstopfte Außenborder wurde zerlegt, gespült und repariert. Er funktioniert jetzt einwandfrei. Neue Festmacher wurden gespleißt, wie auch ein neues Piekfall am Groß eingeschoren. Einen Tag haben wir mit dem schwergängigen Jäger verbracht (Stagreiter neu angenäht, Niederholerverlauf geändert &&&). Außerdem ist eine Feuerlöschübung bei strahlendem Sonnenschein und Mittagshitze auch gar nicht das Schlechteste.

Insgesamt war es eine schöne Sommersegelei. Mit max. 3-4 Bft. herrschten ideale Verhältnisse zum Üben mit den Jugendlichen. Am Ende der Woche funktionierten alle Manöver ohne vorherige Erklärungen reibungslos auf Kommando. Das kniffelige Wenden der alten Dame im engen Hafen von Oland mit Vorgeschirr über Land war dabei das spannendste Manöver.

Exkursion zum Wattenmeer: Schüler/innen der Q2 unterwegs mit dem Plattbodenschiff

Am Mittwoch, den 20.09.2018 um 13 Uhr, ging es für uns am Hauptbahnhof Münster los. Voller Erwartungen machten wir uns auf den Weg zu unserer Fahrt auf dem historischen, 1906 erbauten Plattbodenschiff ANNA-LISA.

Wir starteten unseren Törn am Anleger in Neuhaus an der Oste, einem Nebenarm der Elbe. Nachdem wir das Schiff beladen und startklar gemacht hatten, ging es raus zu einem geschützten Ankerplatz, denn das Wetter war für die gesamte Zeit, die wir auf dem Schiff verbringen würden, nicht gut vorhergesagt – trotzdem hatten wir an vielen Tagen Sonne. Nach unserer ersten Nacht in den engen, aber gemütlichen Kojen ging es für uns ins Watt, um Experimente und Untersuchungen durchzuführen. Luca hatte die naturwissenschaftlichen Versuche für die vier Tage auf dem Schiff ausführlich vorbereitet und mit uns durchgeführt.

Leider verging die Zeit wie im Flug, dank unserer netten Crew, dem leckeren, selbstzubereiteten Essen und den vielen schönen Momenten bei Gesellschaftsspielen am Abend (Huch… ein Werwolf). Viel Spaß machte uns auch die Möglichkeit auf dem Schiff mitzuhelfen, Segel zu setzen und sogar unter Aufsicht mal das Steuer zu übernehmen. Und auch außerhalb des Watts haben wir viel erlebt: Nach unserem Start an der Oste und der ersten Nacht unterwegs, besuchten wir das Natureum in Neustadt, schlenderten durch Glückstadt und bewunderten die schönen Sonnenaufgänge, Sonnenuntergänge und die Schiffe auf der Elbe.

Wir danken Herrn Stratmann und Frau Bomert für Ihr Engagement und gelungenes Debüt als Klassenfahrtleiter!

Für den unwahrscheinlichen Fall, dass die Crew diesen Artikel findet: Ihr wart wunderbar!

Jens Kassebeer

Anmerkung der Crew: Vielen Dank! Ihr seit immer wieder willkommen an Bord!

Liebe Ingrid,
ich bin gestern wohlbehalten von meinem ersten Törn mit der ANNA-LISA zurück nach Hause gekommen. Die Tour hat mir sehr gut gefallen, es war ein besonderes Erlebnis für mich und ich habe mich sehr wohl gefühlt. Besonders die Teamer Stefan und Ralf und Skipper Michael waren sehr nett. Vielen Dank für eure nette Aufnahme als Praktikantin. Ich freue mich schon auf das nächste Wochenende. Nun bin ich ja schon etwas vertraut mit den Abläufen, so dass es noch einfacher für mich wird.
Liebe Grüße an Ralf, Stefan und Michi und nochmals vielen Dank!

Gruß Judith

Rund Rhin Regatta 2018

Zum Rhinplate Rund folgender Bericht aus der Erinnerung:
Nach einer sehr aktiven Werftzeit fühlte sich die Teilnahme an der Rhinregatta in diesem Jahr wie ein Dankeschönbonbon der alten Dame an und begann mit einer sonnigen Abendüberfahrt nach Glückstadt.

Nach einem netten Wiedersehen mit den anderen Gafflern und ihren Crews am Abend gab es Samstagmorgen das-wie immer reichliche, liebevoll zubereitete Frühstück auf dem KÜMO Greundiek mit anschließender Skippläuterung (… wer mag kann das ein oder andere „er“ ja noch einfügen). Mangelnde Akustik und mangelnde Kenntnisse über die Drehrichtung von Zeitmessern ergaben illustere tumultartige Wortgefechte, aber am Ende waren sich wie immer alle einig… wir fahren dann mal , der erste voran! und wir hinterher. Denkste! Nach!!! dem Start verhedderte sich an Bord die geballte Kompetenz in unserem improvisierten Topsegel.

Interessant auf wie vielfältige Art man so etwas setzen kann und in welche Richtung es dann zieht. ..Also kurz vor der Nord stand es endlich prächtig und voller Energie. Nun wollte sich Tönne mit der Wohlfahrt ach nee Wellfahrt nach der Wende partou unter unseren Steven manöverieren, aber der brave Deutz hatte mit einem kleinen Spontanstart nochmal den Daumen dazwischen gehalten (sorry mein lieber). Im Hauptstrom war uns Rasmus gewogen jedenfalls ließen wir ein Plattbodenschiff nach dem anderen hinter uns und waren am Ende erster Ewer im Ziel, sehr zum Stolz der Crew und besonders des Rudergängers Jonas, dessen komplette Familie uns von der Mole Standing Ovations lieferte.

Besonders zu erwähnen ist noch die kleine Greta, die nach 11 Jahren Abstinenz nun fulminant und elegant als erster Arbeitssegler durchs Ziel ging!!! Auch die nächste Generation weiß mit den alten Damen umzugehen! Preisvergeudung diesmal an der Greundiek, wo anschließend wieder lecker gespiesen wurde. Nach einem zum Teil recht Zechreichen Abend ging es am nächsten Morgen zurück nach Wischhafen, wo die Münsteraner Fraktion und die Ladung ( wir haben den alten Mast der Rigmor von Glückstadt als Reservespiere erstanden und aus Glückstadt mitgenommen )am Sperrwerk an Land gebracht wurde. Der Rest… also die Jugendgang brachte das Schiff dann noch nach Neuhaus mit immer mehr auffrischendem Wind auf den Kopf, weswegen wir bei Brunsbüttel die Segel einholten. Gegen 16.00 war wieder alles klar Schiff und wir um ein tolles Erlebnis reicher. Danke Anna Lisa und danke an die Jugendlichen, es macht immer wieder Spaß mit Eurem Einsatz die Kiste in Fahrt zu bringen. Bilder kommen später.. sie sind noch in der Kamera

Grüße

Elmar

1.Teamer Christoph berichtet von seinem Rund Rhin Törn 2018

Mit den Münsteranern, der Jugendgruppe und einigen Gästen sind wir abends mit Blümchen auf dem Tisch noch rüber von Wischhafen nach Glückstadt gefahren. Morgens feinstes Segelwetter. Gegen 10.00 Uhr in Glückstadt abgelegt und raus in das Glückstadt Fahrwasser.11.00 Uhr ging es dann los.

Unter Vollzeug & Topsegel mit engagierter Crew sind wir bei blauem Himmel mit leichter Brise und selbstgebackenem Kuchen im gut besetzten Feld als schnellster Ewer im Ziel.

Nachmittags reger Austausch mit den anderen Schiffen, den üblichen Verdächtigen und auch neuem Volke. Nach der Siegerehrung zum Abendbrot auf die VROUWEZAND, dann nochmal zu Horst und Bärbel auf ein Bier die neue HR 31 anschauen. Im Anschluss gab es im Schuppen die Dias des Tages zu schauen.

Für einige zog sich dann der Abend noch hin.

Dies zahlte sich aber nicht aus, denn Elmar hatte noch die Royalbramrahen, (ca. 12,50 m lang & mehrere) von der GORCH FOCK glaub ich ( Anm.v. Lars:glaub ich ja nicht ! ), gefischt. Die mussten rüber nach Wischhafen. Ab ca 6.00 Uhr morgens am Sonntag wurde mit Fridtjof gestaut. Rüber zum Sperrwerk nach Wischhafen. Dort verlassen die Gäste das Schiff. Die Royalbramrahen auch. Wir haben sie mit Taljen und langen Tauen vom Dach der Sperrwerkskanzel von Bord gehievt. Sind ein wenig spät dran. Schon geht es weiter mit kleiner Crew & schönem Segelvormittag an den Schlengel von Neuhaus an der Oste, wo demnächst die Wildganstage beginnen.

Gruß, Christoph

Zugvogelfahrten 2018

Hallo zusammen,

letztes Wochenende hatten wir wieder tolle Zugvogelfahrten. Beide Touren waren ausgebucht mit begeisterten Menschen. Segeln mit fast Vollzeug im T-Shirt mitte Oktober! Sonne und Vögel satt. Am Sa. gabs auch einen 1-Seitigen Bericht vom vorherigen WE. im Stader Tagblatt.

Stefan

Kommentar und Fotos
von Susanne Helfferich vom Stader Tageblatt

BALJE. Jedes Jahr, wenn sich die Zugvögel im Norden auf die Reise in den Süden machen, bietet der Verein „Bildungsschiff Niederelbe“ Tages- und Übernachtungstouren mit der „Anna-Lisa“ an. Nicht nur für Landratten, wie TAGEBLATT-Redakteurin Susanne Helfferich, ein unkalkulierbares Abenteuer.

Wo Oste in die Elbe übergeht und die ersten Buhnen auftauchen, versammeln sich die Kormorane, spreizen ihr Gefieder in der Sonne. Wie auf einer Perlenkette haben sie sich auf dem Steindamm aufgereiht. „Wo die sind, gibt es viele Fische“, erklärt Ralf Bruchmann. Wir sind auf der Elbe und es schaukelt ein bisschen. Mit sechs Knoten geht es Richtung Nordsee. Die Gänserufe werden leiser. Bald ist nichts weiter zu hören als das Schnurren des Motors und das Plätschern des Wassers. Diesig ist es hier auf der Elbe. Schemenhaft taucht Cuxhaven im Nichts auf; zumindest die riesige Werkhalle von Ambau, einem Windkraftanlagenbauer.

Mit der Anna-Lisa aufs Wasser zum Gänsegucken. Kurz vor 10 Uhr lag das Natureum noch im Morgendunst. Die Anna-Lisa mit gerefften Segeln am Anleger. 16 in der Mehrzahl wenig segelerfahrene Landratten sind gekommen, um vor dem Oste-Riff und von der Elbe aus Vögel zu gucken. Mit einem Rucksack voller Wechselzeug und Regenklamotten sowie einem Schlafsack geht’s an Bord; vom Festland auf unbekanntes Terrain. Ich war noch nie auf einem Segelschiff.

Die Anna-Lisa bietet Platz für 16 Passagiere
Stefan Tyedmers, der Vereinsvorsitzende, stellt das Schiff vor. Bis zu 16 „Mann“ kann das 112 Jahre alte Segelschiff Anna-Lisa zusätzlich zur Mannschaft mitnehmen. Der Besan-Ewer, der nur einen Tiefgang von 1,50 Meter hat, ist ideal für Exkursionen in flachem Gewässer.

Früher war er als Handelsschiff unterwegs und konnte als Flachbodenschiff leichter anlanden. Im etwa 20 Meter langen Schiffsbauch der Anna-Lisa sind Messe, Küche, vier Kajüten á vier Kojen und zwei Toiletten untergebracht. Hinter dem Maschinenraum liegt die Schlafkammer der dreiköpfigen Mannschaft.
Marei, Birgit, Heidi und ich sind die Ersten an Bord und haben den ersten Zugriff. Wir nehmen die erste Kammer links. Eine weise Entscheidung, wie sich spät in der Nacht zeigen wird. Marei und ich liegen oben in den Etagenbetten. Beide sind wir aufgeregt. „Ich habe schon immer davon geträumt mit so einem Segelschiff unterwegs zu sein“, erzählt die Otterndorferin, die selbst zwei Jahre Besitzerin eines kleinen Segelbootes war. „Das ist aber gar nicht zu vergleichen.“
Ralf Bruchmann weist unten ein: Das Kollisionsschott, hinter dem eine der Schlafkammern liegt, muss bei Fahrt geschlossen sein, die Toiletten arbeiten mit Unterdruck, Ordnung halten, damit nichts durch die Gegend fliegt. Dann legt er eine Liste vor, in die sich alle eintragen müssen. „Die wird an Land gemailt. Falls wir abbuddeln, wissen die, nach wem sie suchen müssen.“ Da ist er wieder, der Kloß im Bauch …

Sobald sich alle Reisende in den beengten Verhältnissen breitgemacht haben, geht es an Deck weiter. Stefan gibt der Crew die Sicherheitseinweisung. Der wichtigste Satz: „Eine Hand für Euch, eine Hand fürs Schiff“; soll heißen: immer schön festhalten. Der zweite Ratschlag ist fast genauso wichtig: „Immer schön den Kopf einziehen.“ Auf einem Segelschiff gibt es so einiges, woran sich der Kopf stoßen lässt. Dann die Ernüchterung: Wir haben zwar wunderschönen Sonnenschein, aber keinen Wind. Die Segel bleiben gerefft.
Schipper Michael Zabel sieht meine Druckarmbänder gegen Seekrankheit unter den Ärmeln hervorlugen und schmunzelt: „Da ist nichts heute. Das ist ein Ententeich, allenfalls kommt mal eine Dampferwelle“, beruhigt er mich.

Foto Susanne Helfferich

Er wirft den Motor an. Der Deutz Sechs-Zylinder-Vier-Takt-Motor hat 100 PS. Und während die Anna-Lisa Richtung Mündung tuckert, packen die ersten ihre Ferngläser und Fotoapparate aus. Endlich Vögel!

Rechts und links tummeln sich die Gänse zu Hunderten. Grau- und Nonnengänse sind es. Der Lärmpegel spricht dafür, dass noch Tausende in den Wiesen hinter der Uferlinie rasten. Unsichtbar für uns. „Hier ist ja richtig Betrieb“, sagt Ralf, „so viele Graugänse sieht man hier sonst nicht.“ Im vergangenen Jahr hätten in der Ostemündung große Mengen von Brachvögeln gerastet. Davon sind heute nur wenige da. Dafür Silberreiher, leicht zu erkennen am weißen Gefieder. Nach einer halben Stunde auf der Oste taucht der erste Seehund neben uns auf. „Die jagen bei Hochwasser und ruhen sich bei Niedrigwasser auf den Sandbänken aus“, erläutert Ralf.

Sonne tanken für den nahen Herbst
Platt ist das Wasser, kein Lüftchen regt sich. Hin und wieder taucht der Kopf eines Seehundes auf, die Gänse sind weit weg am Ufer. Schläfrigkeit macht sich breit. Schicht um Schicht pellen wir uns aus den Segelklamotten. Sonne tanken für den nahen Herbst.
„Ein Schweinswal“, ruft Stefan. Plötzlich sind alle wieder wach, zücken ihre Kamera. Ich hab ihn verpasst. Es bleibt die einzige Aufregung des Nachmittags. Nach einer Stippvisite auf der Nordsee – oder war es vielleicht doch noch die Elbe? – wendet Michael. Er ist auch im Hauptberuf Schipper, fährt täglich mit einem Versorgungsschiff von Cuxhaven nach Neuwerk. Er steuert die ANNA-LISA durch die Medemrinne auf Höhe des Altenbrucher Bogens. Ralf zeigt auf einer Seekarte, wo wir entlang schippern, zwischen Medemgrund und Neufelder Watt. Stefan – von Haus aus Biologe und angestellt beim NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) – erzählt, dass die Medemrinne im Zuge der Elbvertiefung mit dem Aushub zugeschüttet werden soll. „Das wird Auswirkungen auf die Fließgeschwindigkeit und auf die Deiche haben“, sagt er. Aber auch die Seeschwalben würden leiden. Sie leben dort auf der Dithmarscher Seite der Elbe, mit dem Watt und vielen kleinen Prielen. Wenn die Priele versanden, verschwinden auch die Seeschwalben.
Mit ablaufend Wasser erreichen wir wieder die Oste-Mündung. Mit lautem Geschnatter begrüßen uns die Gänse am Ufer, links sonnen sich drei Seehunde auf einer Sandbank. Ferngläser und Kameras werden gezückt. Stefan macht den Anker klar. Kaum mehr als anderthalb Meter ist hier das Wasser tief. Da es in der Nacht wieder ansteigen wird, gibt er ordentlich Kette dazu; gut 20 Meter.

Das Abendprogramm beginnt: Suppe kochen für 19 Mann in einer Mini-Küche, Abwasch per Hand und Klampfen in der Messe. Die Hartgesottenen verbringen die halbe Nacht an Deck unter einem gigantischen Sternenhimmel. Ich schlüpfe in meine Koje. Schließlich will ich im Morgengrauen Gänse gucken.

Um 2 Uhr ist es vorbei mit dem Ententeich. Wir haben Hochwasser. Und nicht nur das. Es schaukelt und rumpelt. Ich bin hellwach und taste nach den Druckarmbändern. Nur nicht aufrichten, dann wird’s erst recht übel. Am Bug des Schiffes poltert die Ankerkette. Ein Glück, dass wir dort nicht schlafen. Überall knarrt es. „Kümmert sich jemand?“, fragt Heidi. Schritte sind zu hören. Nur nicht aufstehen. Gegen 4 Uhr ist auch das überstanden.
Kaum eingeschlafen, kommt wieder Bewegung in unsere Kajüte. Birgit und Marei krabbeln aus den Schlafsäcken. Der Morgen graut und die Wildgänse rufen. Von der Wärme des Vortages ist an Deck nichts mehr zu spüren. Dick eingemummelt in Winterjacken lauschen wir dem Spektakel in den Uferwiesen, die Kamera griffbereit, warten auf den ultimativen Moment: auf den Aufstieg eines Gänseschwarms vor der aufgehenden Sonne. Überall steigen die Biester auf, nur nicht da, wo wir sie haben wollen; und vor allem viel zu weit weg, um sie zu fotografieren. „Es riecht nach Kaffee“, meint schließlich Birgit und wir steigen zum Frühstück in den Schiffsbauch.

Tausende Gänse steigen über Belum auf
Um 11 Uhr wirft Michael wieder den Motor an: „Ich wäre soweit.“ Vorsichtig steuert er die ANNA-LISA aus dem Oste-Riff. Tausende Gänse steigen über Belum auf. Lange, dünne, nicht enden wollende Fäden, schweben schnatternd durch die Luft – unerreichbar für den Fokus meiner Kamera. Am Osteufer in weiter Ferne lassen sich die großen Vögel nieder. Ein Seehund hält auf einer im auflaufenden Wasser schwindenden Sandbank den Bauch in die Sonne. Kaum kitzelt das Wasser seinen Pelz, robbt er einen Meter weiter. Ein dutzendmal wiederholt sich das Spiel, bis der Grund verschwunden ist und die Robbe abtaucht.
Natureum in Sicht. Die ANNA-LISA fährt in die Oste. Letzte Chance für ein Gänsefoto. Und da ist er, der ultimative Moment: Die Gänse, die vor einer halben Stunde dort gelandet sind, erheben sich mit lautem Rufen. Jetzt der Schnappschuss. Zu dumm, der Akku ist leer. Und schon ist der Moment vorbei.

Von Susanne Helfferich

Anmerkung der Crew:

Vielen Dank Susanne für diesen sehr anschaulichen Bericht. Wir haben uns sehr über die Veröffentlichung gefreut.

In Wischhafen ist was los…

09.09.2017

Moin Leute, am 09.09.2017  hat der Kümo IRIS-JÖRG aus Wischhafen nach 15 Jahren die Maschinen angelassen und die Leinen los. Wir sind als Begleitschiff mit Gästen, die sich das Schauspiel von See her ansehen wollten, ebenfalls gefahren. Organisiert hat das Ganze das Küstenschiffahrtsmuseum Wischhafen. Die Fahrt der IRIS-JÖRG  ging in die Stör nach Wewelsfleth in die Werft.
Beeke war Skipperin und ich war Mädchen für Alles. Um 16 Uhr haben wir die ANNA-LISA an die Verladepier verholt und 15 Gäste an Bord genommen. Darunter einige pensionierte Wischhafener Kapitäne. Amtssprache: Plattdeutsch. Ein fachkundiges Publikum! Pünktlich hörte es auf Bindfäden zu regnen und wir haben die IRIS-JÖRG bei bestem Wetter und unter beeindruckenden Wolkenformationen bis zum Störsperrwerk begleitet. Da viele zum Photografieren an Bord gekommen waren, konnte es nicht besser laufen. Das Pressephoto in der Zeitung war dann auch sehr gelungen.  (Stader Tageblatt )

An Bord wurde natürlich viel gefachsimpelt und komentiert. Kein Wunder bei dem Publikum! Um 18.30 haben wir wieder in Wischhafen festgemacht und die Passagiere verabschiedet. Wir haben die ANNA-LISA in einem erstklassig aufgeklarten Zustand übernommen und ich denke auch nicht schlechter wieder verlassen. Alles in Allem war das eine nette kleine Aktion! Übrigens: Der jüngste Passagier war 8 Monate und der älteste Kapitän 83 Jahre alt. Geht doch!

Gruß

Ralf

Überführungstörn von Husum nach Wischhafen 2017

Moin zusammen,

ANNA-LISA ist wieder zurück in Wischhafen. Nach einer tollen Überführungstour mit kleiner Crew sind wir von Husum über Holmer Fähre (südlich Nordstrandischmoor), über Amrum, dann Ankern im Buchtloch zwischen Leitdamm und Neuwerk, und über Neuhaus nach Wischhafen motort und gesegelt.

Wir „mussten“ wetterbedingt noch ein wenig in Nordfriesland ausharren und Lammbraten, Miesmuschen und Austern essen sowie Whiskyverköstigungen in der Blauen Maus auf Amrum und im Cafe in Neuhaus durchführen.

Gruß, Stefan

Schiffsmeldung vom FrauenTrans*Törn auf der ANNA-LISA 2017

17 teils bekannte und noch unbekannte Gesichter… nach Sicherheitseinweisung und grossem Einkauf Sonntag morgens los aus dem Husumer Aussenhafen, nach Segeleinweisung mit wenig Wind Richtung Norden (wenn der Speed zum Wenden nicht reicht wird halt gehalst…)… alle finden schnell zusammen…Ankern und nächtliches Trockenfallen südlich der Hallig Langeness mit traumhaftem Sternenhimmel und vielen Sternschnuppen sowie einer riiiesen Auster (lebend wieder ausgesetzt)….segelnd nach Amrum, ach was der Wind steht günstig, weiter nach Sylt….wieder wenig Wind….welche Insel ist das denn an Steuerbord, echt? immer noch Amrum?… workshop zu projekt úter zum Thema Abtreibung, mit tollem Plakat an den Grossbaum gebändselt… Ankern hinter Sylt, ein riesiger Sandstrand (fast nur für uns)… Seilfähre an Land… Synchronschwimmen am Seil unter Seifenblasen mit Campari-O in der Hand… wenige-aber leckere! Krabben gekurrt… Babyrobbe! als Rampensau ne halbe Stunde direkt neben uns!!!… für den nächsten Tag Windwarnung… verholt in den Hafen von Hörnum (längseits des Bestattungsschiffs Eckenekkepenn) … abends: Bodypercussionworkshop mit Chorsingen…morgens: Hafenmeister des Yachthafens lässt uns alle duschen… leider muss er in ner halben Stunde weg…(haben wir aber geschafft! :-)… dann unter Vollzeug, inklusive Toppsegel, das nach ausführlichen Studien einigermassen stand, wieder „aussenrum“ zurück… diesmal in den Jelf, einen kleinen Anleger auf Langeness, verkrochen und am nächsten Morgen weiter, um nochmal ausführlich trocken zu fallen hinter dem Moorsteert nördlich der Hallig Nordstrandigmoor….wieder Wattwürmer dressiert… Halligbewohner kamen uns mit Gästen und kulinarischen Geschenken übers Watt besuchen…zum Schluss schliesslich Regengüsse und Böen zu knalligem Sonnenuntergang und 3 Gängemenü….
und immer und immer wieder: maritime Armbändchen knüpfen mit Paracords (in ca.1000 Farben), Kleider bedrucken mit selbstgefertigten Linolschnittschiffen,- piranhas, -seehunden usw…
und..und..und…
beeindruckend auch, wie schnell überall gekonnt Kopfschläge, Webeleinenstek und andere Knoten angewandt wurden…
Es war mal wieder grossartig!!
we miss u all!!!
….bis nächstes Jahr?      Tine

Kartentour 2017

Wir hatten eine schöne, aber sehr nasse Kartentour. Wegen der Wetteransagen haben wir umgeplant und sind Richtung Hamburg gefahren. Langsam unter Segeln gegen den Strom. Das neue Großsegel ist gut händig, fällt auch gut. Ich finde es ein wenig zu gelb . Wir haben eine Landpartie gemacht: Besuch von Pagensand. So viele Schnecken auf einem Haufen habe ich noch nie gesehen.

Die Mitsegler*innen waren wieder begeistert von der Tour. Trotz Wetter.

Gruß, Dieter

Frachtentour mit der Jugendgruppe am Pfingstwochende 2017

Mit freundliche Unterstützung des Kinderschutzbundes Niedersachsen!

Ah Heu, hinter uns liegt ein buntes, wildes & sonniges Pfingstwochende. Wir hatten +-13 Teilnehmer an Bord. Heu, Holz, Farbe & Kohlen wurden geladen und gelöscht mit Shanty, Sonnennenbrand, Heuschnupfen, dicken Daumen und Rücken. ANNA-Lisa war toll in Schuss. Anbei ein paar Bilder – später mehr.

RUM REGATTA 2017

Herrliches Segeln in traumhafter Kulisse auf der Rum Regatta. Einen Preis gabs für uns nicht in unserer Klasse, gegen Stella Maris und Alberta aus Holland waren wir natürlich chancenlos, aber wir waren der erste untern den Ewern! Ob es bei leichten Winden an der guten Segeltaktik, Crew, Schiff oder unserem neuen Großsegel oder dem Topsegel, Besanstengestagsegel, fliegender Jager oder schlicht Glück lag, lässt sich trefflich streiten. Es hat auf jeden Fall großen Spass gemacht!

Bewegte Bilder von der Rumregatta mit ANNA-LISA vom NDR:
http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/schleswig-holstein_magazin/Rum-Regatta-Wettsegeln-um-zweiten-Platz,shmag46434.html

Regattafotos undText: Piekfall 2017 Volker Gries

Bilder bitte anklicken !

Foto: Staugaard

______________________________________________________________________________

Rungholt Tour von und mit Dieter

 07. bis 13.08.2016

Kurz vorweg genommen: Rungholt haben wir wieder nicht gefunden. Aber wir waren im Rungholt-Museum von Herrn Bahnsen auf Pellworm. Da liegt alles, was wir nicht gefunden haben: Krüge aus der Römerzeit, ein steinzeitlicher Dolch (warum die Leute damals schon in die Gegend gezogen sind, ist mir ein Rätsel, Tonpfeifen, alte Menschenschädel, Kacheln und jede Menge Scherben. Das Beste sind aber Rita und Hellmut Bahnsen. Die Geschichten, die er erzählt, seine Meinung zu Archäologen und deren Theorien, wo Rungholt nun liegt, sind klasse. Wer mal nach Pellworm kommt: unbedingt ansehen. Wie wir da hin gekommen sind?

Quelle Wikipedia

Mutmaßliche Küstenlandschaft Nordfrieslands bzw. der Uthlande vor der Sturmflut 1362 mit Rungholt und der Landschaft Strand

Das lag am Wind, genauer gesagt an einem Zuviel davon. 6 Beaufort, in Böen bis 8. Am letzten Sonntag früh morgens sind wir los aus Süderhafen, dann aber lieber am Abend gleich nach Pellworm gefahren. Da haben wir bei der Einfahrt in den Hafen Broders Eck kennengelernt. Fischer Broder ist da auch immer aufgelaufen und musste sich freischleppen lassen. Das kannte der Fischer schon, der uns von der Sandbank gezogen hat. Es gibt sehr nette Leute auf Pellworm. Danach mussten wir noch zwei Tage dort bleiben (die Fußgängerzone ist sehenswert, alle drei Geschäfte). Es gibt ein Ritual der Insulaner, abends mit einem Auto zum Hafen zu fahren, die Laterne zu umrunden und vor der Fischbude den Motor aufheulen zu lassen. Da das fast nur die männlichen Eingeborenen tun, nehme ich an, dass es sich um ein Paarungsritual handelt, mit dem die Männchen in den Autos die Weibchen an der Fisch- und Bierbude beeindrucken wollen. Sobald es ging, haben wir Pellworm verlassen und sind davongesegelt. Die Nacht haben wir vor Anker im Schutz von Gröde-Appelland verbracht. Eine Erholung nach dem Trubel der Insel. Sternenhimmel, der mal zwischen den Wolken hervorlugte, Regen und Kälte. Heute morgen hatten wir in der Messe volle elf (in Worten: 11!) Grad Celsius. Die Erderwärmung habe ich mir anders vorgestellt. Mitte August und fast Bodenfrost! Das einzig Gute dabei: unser Kühlschrank wird nicht sonderlich gefordert. Jetzt sind wir in Oland, ein winziger Hafen, ich bin zum ersten Mal hier. Hier im Hafen zu wenden, war eine Meisterleistung von Kaptain Franz. Geht nur bei viel Wasser, wenn der Klüverbaum (für Nichtsegler: der steht vorne ungefähr sieben Meter raus) über das Land geht. Der Hafen ist ungefähr zwei Meter breiter als der Rumpf der Anna Lisa lang. Oland ist klein, aber toll. Absolute Ruhe hier, die Leute sind nett. Und wir haben den Ofen angeheizt, den Rotwein daneben gestellt und haben jetzt 20 Grad unter Deck und Glühwein. Was kann das Leben schön sein!

Viele Grüße an Land

Dieter

SEGELN IM RHYTHMUS DER GEZEITEN

24.07. bis 31.07.2016

Sonntag morgen in Husum um 5:30 raus nach einer Sicherheitseinweisung, schwacher Wind, Segelversuch bei 1-2 bft, später mit Motor nach Süderoog, dort ins Watt, Krabben gefangen und gekocht.
Montag morgens um 5:30 (ich liebe Frühaufstehertouren) rüber nach Hooge an den alten Anleger, Hallig erkundet, Montags hat die Kirchwarft zu!
Abends nach Langeness gesegelt, unter Segeln im Naturhafen Ilef den Anker geworfen und dort die Nacht verbracht.
Bei den Touren war natürlich das Watt mit seinen Bewohnern („guck mal, schon wieder ein Seehund!“), der Geschichte der Region und die Belange des Naturschutzes immer wieder Thema.
Dienstag erst um 8:00 Uhr Anker auf, Richtung Amrum unter allen Segeln, kreuzen, kreuzen, kreuzen…
Abends fest im Tonnenhafen.
Mittwoch Inseltag mit Erkundung von Amrum, Einkauf,Kontakte zu den Eingeborenen knüpfen, abends haben wir Platz gemacht für den Tonnenleger und haben nach Steenodde verholt.
Donnerstag war der lange Segeltag: von Amrum aus außen um die Sände gesegelt (zeitweise gedümpelt), strahlender Sonnenschein, glatte See. Morgens um 8:00 los, Schmaltief, Norderhever wieder rein gegen 16:00 Uhr, Anker gegen 18:00 Uhr bei Süderoog, rauschende Feier in Pauls Geburtstag.
Heute morgen nach Südfall, jetzt liegen wir trocken und suchen Rungholt.
Soeben wurden die ersten Entwässerungslinien entdeckt (kein Scherz!), sind deutlich sichtbar in Richtung Pelworm.
Soweit für heute, haben morgen noch einen vollen Segeltag.
Ach ja, das Wetter war bis auf ein paar Schauer und die heutige Kältewelle gut, wir haben viel gebadet, Austern und Muscheln gejagt und auch sonst geschlemmt, die Leute an Bord geben alles…

Dieter

Überführungstörn von Wischhafen nach Husum Juni 2016

Die Überführung hat gut geklappt. Elmar, Cristoph, Rainer und ich sind mit unserer Jugendgruppe bei wechselhaften Wetter gut in Husum angekommen. Die Kids haben das Schiff geentert und hatten eine Menge Spass mit Schiff, Watt und einer gewonnener Regatta von Pellworm nach Husum mit der Windsbraut von Stade.

Lieben Gruß

Stefan

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Was für ein toller Törn. Nun hatten wir nach einigem hin und her 11 Jugendliche an Bord. 8 Jungs und 3 Mädchen sowie 4 Erwachsene. Nach reichlichem Badespaß in der Oste ging es am Dienstag bei flauen Wind und 1,5 m Welle nach Pellworm.

Die grünen Gesichter könnt Ihr Euch sicher vorstellen. Aber sobald im Heverstrom die Welle weniger wurde, war die Laune wieder oben und neue Badefreuden lockten. Am nächsten Abend mit Versprechen auf kräftig Wind, segelten wir sutje hinter Hallig Gröde wo wir 3 Tiden mit spielen, Wattwandern, baden Muschel sammeln, Rost kloppen und malen verbrachten.

Zurück nach Pellworm kam uns in der Hafeneinfahrt Petrine entgegen. Drinnen lag noch die Windsbraut von Stade, mit der wir einen gemeinsamen Schlag nach Husum am nächsten Tag verabredeten. Der Ehrgeiz war geweckt. Das legendäre Ewer Rennen von 2016 wurde bei strahlendem Sonnenschein mit einer 3/4 Meile Vorsprung für uns entschieden.

Mit Fridtjof am Ruder, stolz wie Oskar und Jim am Trimm. Als unsere Fußball 11 abends gegen Italien im public viewing noch für einen unvergleichlichen Krimi sorgte war alles rund in jedem Sinn. DANKE Christoph, Stefan und Rainer für Euren Einsatz !!! Ich freu mich schon aufs nächste Mal.

Euer Elmar

——————————————————————————-

WILDGANSTAGE SEPTEMBER 2015

Ein Bericht von Ralf der als Teamer dabei war

Am 10.+11.Oktober haben wir die beiden ersten Touren im Rahmen der „niedersächsischen Zugvogeltage“ absolviert. Am Samstag um 10 Uhr ging es am Anleger des Natureums los. An Bord 13 Gäste und ein Filmteam des NDR. Das Natureum hat uns Hellmut von Blücher als sachkundigen Vogelkenner zur Seite gestellt. Bei reichlich Ostwind ging es unter Segeln durch die Ostemündung in Richtung Elbe bis Höhe Otterndorf und unter Maschiene wieder zurück.

images (6)

Bei trockenem und kalten Wetter hatten Vogelfreunde und Filmteam ideale Bedingungen. Bemerkenswert war die Anzahl der „Großen Brachvögel“ am Osteriff, auch Schwärme von Nonnengänsen waren zu beobachten und natürlich Seeadler. Hellmut hat geduldig alle Fragen beantwortet. Um 15 Uhr war Ankunft am Anleger und alle waren zufrieden. Der Filmbeitrag des NDR lief am 11.10. Um 19.45 bei „DAS“.

Neue Gäste für die Übernachtungstour kamen um 17 Uhr an Bord. Nach einer Begrüßung und Sicherheitseinweisung ablegen und zum Ankern hinter dem  Osteriff. An Bord zu unserer Freude fast nur Familien mit Kinder. Nach dem Abendbrot wurde eingeheizt und es gab Brettspiele, Gespräche und natürlich wurde Gitarre gespielt.

Klüver

Am nächsten Morgen, es war eisig kalt, ging es nach dem Frühstück „Anker auf“ und unter Segeln in Richtung Elbe. Unter Maschine ging es wieder zurück und um 12 Uhr Anlegen am Natureum. Für Vogelbeobachtung und Photografie war zwischendurch reichlich Zeit und ich glaube, wir haben schon die ersten Stammgäste. Eine Familie war letztes Jahr schon dabei.

Unser Team bei dieser Fahrt: Ocke, Margret, Axel, Ralf

Gruß

Ralf

Ein kleiner Bericht über die Übernachtungstour.

Im Rahmen der Kehdinger Wilganstage, an denen wir in Zusammenarbeit mit dem Natureum teilgenommen haben, sind wir am 24. Oktober zu einer Übernachtungstour gestartet.

Um 17.00 Uhr Leinen los . An Bord 12 Gäste mit Schwerpunkt Vögel beobachten. Unter Segeln ging es zum Osteriff, das uns bei mäßiger Sicht mit reichlicher Auswahl an Wattvögeln und Enten empfing. Zwei Ornitologen an Bord fingen sofort an, die Bestände zu erfassen und uns mittels Spectiv nähere Einblicke in die Vogelwelt zu ermöglichen.

Segel

Nach dem Ankern im Osteriff gab es nach Sonnenuntergang ein warmes Essen, das Margret und Lisa für uns bereitet hatten. Der Ofen wurde eingeheizt und es wurde reichlich gefachsimpelt. Natürlich wurde auch die Bordguitare rausgeholt. Einer der Ornitologen outete sich als Guitarenlehrer und der Abend war gerettet.  Der nächste Morgen empfing uns mit Regen. Aber wer sich bei Sonnenaufgang trotdem raus traute kam auf seine Kosten.

Wasser- und Wattflächen waren bevölkert von Scharen von Weißwangengänsen, dazwischen Enten, Brachvögel und Kiebitze. Nach kurzer Zeit brachen die Wolken auf und der Himmel wurde blau. Beste Sicht! Mit dem Spectiv konnten wir Alles genauer betrachten, auch mehrere Seeadler und einen Wanderfalken. Ein Schwarm Alpenstrandläufer wurde gesichtet. Schätzungen lagen bei 1500 Tieren.

web_orga_178_2522

Nach dem etwas verspäteten Frühstück (irgendwie wollte keiner unter Deck), ging es Anker auf und unter Maschine zur Ostemündung. Dort wurden Segel gesetzt und das Gebiet noch einmal segelnd durchquert, was noch einmal die Möglichkeit bot sich bei schleichender Fahrt alles in Ruhe anzusehen. Die Geräuschkulisse, die von den Vögeln geliefert wurde, war jedenfalls beeindruckend.

Um 12.00 wurde am Anleger des Natureums festgemacht. Auch bei dieser Tour gab es wieder Teilnehmer, die in den Vorjahren schon einmal dabei waren. Wir haben schon einige Stammgäste! Jede Fahrt bei den Wildganstagen fällt ja anders aus, aber diesmal war die Menge an Vögeln und Artenvielfalt schon außergewöhnlich.

Unsere Crew waren: Margret, Lisa, Ocke, Bastian und ich, nämlich Ralf.

Gruß

Ralf

Ein Bericht von Stefan nach unseren Nordfriesland Fahrten 2015:

100-0039

ANNA-LISA ist wieder wohlbehalten in Wischhafen angekommen. Trotz unbeständiger und gewittriger Wetterlage hatten wir genügend Geduld um auf das optimale Wetterfenster zu warten und dieses zu nutzen.

Mit uns segelten die Jugendgruppe des Wischhafener Segelvereins, einige Gäste und drei Wissenschaftler/Innen aus Bayreuth, München und Potsdam. Mit dem sogenannten Mantaschlitten haben wir Planktonproben zur Ermittlung von Mikroplastik genommen.

DSC2008_6543

Bei bestem Wetter konnten wir das anspruchsvolle Probendesign professionell abfahren. Spass hatten wir auch jede Menge. Insgesamt eine spannende Überführungstour auf der sich auch unser neuer Skipper Elmar samt Team bestens bewährt hat.
Dazu noch fünf Schweinswalsichtungen, Meeresleuchten, Herzmuscheln….

Gruß

Stefan

Bildungsschiff Niederelbe e.V.